OPEN CALL - Voiks wos? Kultur? Nice?

Aufgrund der Covid 19 Pandemie wurden alle Workshops abgesagt
und dafür gibt es jetzt eine österreichweite Ausschreibung in vier Kategorien.

Wir suchen:


Choreografien, die österreichische Volkstanzelemente und Streetdance oder zeitgenössischen Tanz kombinieren. mind. 3 min; höchstens 5 min.


Kompositionen/Arrangements, die österreichische Volksmusik mit anderen Stilen mischen. 1 min; höchstens 5 min.


Liedtext oder gerapptes Lied, die einen Volksliedtext aus Österreich verändern und mit aktuellen gesellschaftlichen/ politischen Inhalten füllen. 1 min; höchstens 3 min.


Slogans, die auf Trachten gedruckt, gestickt, genäht sind und dazu aufrufen, bestehende Verhältnisse zu hinterfragen, am besten auf sehr ausgefallenen Trachtenkombinationen.


Wer kann mitmachen?

Alle Jugendlichen von 14 – 20 Jahren in ganz Österreich

Einreichung hier bis 30. Juni 2020

 

Alle Arbeiten müssen auf einem Online Kanal wie YouTube, Vimeo, Soundcloud, Pinterest oder dergleichen hochgeladen werden. Es werden nur links ohne Passwort akzeptiert. Pro Kategorie kann nur einmal eingereicht werden; jede/r kann allerdings in mehreren Kategorien eine Arbeit einreichen. Auch Gruppenarbeiten sind möglich.

 

Aus jeder Kategorie wird eine Arbeit prämiert und im Rahmen des Festes der Volkskulturen im September 2020 in Molln, als auch im Rahmen eines Performance Brunch präsentiert.

 

Außerdem bekommen die prämierten EinreicherInnen einen Eintritt zu einem der folgenden Events im Herbst 2020 oder Frühjahr 2021:

  • Tanzperformance: Being moved von Simon Mayer
  • Konzert: Yasmo & die Klangkantine
  • Konzert/Lesung: Heinrich Himalaya
  • Performance: Performance Brunch

Des Weiteren gibt es jeweils noch einen Anerkennungspreis mit CD`s, Notenheften, Bücher zur Verfügung gestellt vom Österreichischen Volksliedwerk.

 

ALLE eingereichten Arbeiten werden verlinkt auf der Homepage von Regina Picker und im Archiv des Österreichischen Volksliedwerk einsehbar, bzw. gespeichert bleiben.

 

Die Jury:

Choreografie: Simon Mayer und Valentin Alfery

Arrangement/Komposition: Irene Egger und Ralph Mothwurf

Text: Heinrich Himalaya und Regina Picker

Slogans auf Tracht: Christine Huemer und Ulli Weish

 

Beispiele

Choreografie:

Laura Unger

Komposition/Arrangement:

Christian Radovan

Beispiel einer Mischung von Arrangement und Text:

Workshop an der Mdw mit Hubert von Goisern

Slogans auf der Tracht:

Dirndl von Teresa Distelberger

 

 

Wer ist sind die Jurymitglieder?

VALENTIN ALFERY  besuchte 2004 die Impulstanz Wochen und entdeckte seine Leidenschaft für den urbanen Tanz und die Bühne. Zur selben Zeit fing er bei der Theatergruppe daskunst zu Schauspielen an. Nach Jahren autodidaktischer Weiterbildung und zahlreichen Produktionen ist er außerdem seit 2010 Mitglied der Salzburger Breakdance-Crew M.O.T., mit welcher er sich erfolgreich durch die internationale Battle-Szene bewegt. Seine Bühnenfertigkeiten schliff er über Jahre hinweg durch unzählige Performances in direktem Kontakt zum Straßenpublikum. Anfang 2011 gründete er mit Dusana Baltic den Kulturverein Hungry Sharks e.V. als Plattform für eigene Tanzstücke, welche seitdem regelmäßig in ganz Europa - seit 2019 auch in Sri Lanka und USA - zur Aufführung kommen. Valentin unterrichtet urbanen Tanz und Choreografie - nicht selten auch in theatralem oder experimentellem Kontext.

 

IRENE EGGER hat Kulturwissenschaften und Kulturmanagement studiert. Seit 2005 arbeitet Irene als Generalsekretärin im Österreichischen Volksliedwerk in Wien und ist seit 2013 Gastdozentin für angewandte Kulturarbeit an der Universität Wien. Außerdem ist sie leidenschaftliche Tänzerin und Musikerin und engagiert sich für Vermittlungsprojekten an Schulen, z.B. in Zusammenarbeit mit Hubert von Goisern. Sie ist davon überzeugt, dass jeder Mensch das Recht hat, kulturelle und künstlerische Ausdrucksformen und Fähigkeiten zu erlernen, sich mit den Mitteln von Kunst und Kultur auszudrücken und an kulturellen Aktivitäten aktiv wie passiv teilzunehmen.

 

HEINRICH HIMALAYA ist ein unehelicher Sohn aus der direkten Linie von Kaiser Franz Joseph I. Geboren und aufgewachsen im inneren Salzkammergut entwickelte der Kaisersohn einen gesunden monarchistischen Egoismus und ein besonderes Gespür für heimatverbundene Sprachgewalt. Ab dem rebellischen Alter von 17 Jahren predigte der „YoungMonarch“ seinen Dialekt-Sprechgesang im Trio „Drk, Foz & Alligatorman“. Es folgten Jahre voll großer und kleiner Liveshows als Mainact sowie Supportshows für Künstler wie z.B. Mobb Deep, Haftbefehl, Non Phixion, The Pharcyde, The Four Owls, oder Kurt Hustle. Die Affinität zur Sprache macht sich Heinrich auch als Initiator und Moderator der Lesereihe „Rapper lesen Rapper“ zu Nutze, welche sich seit 2015 in Österreich und Deutschland über große Beliebtheit erfreut. Musikalisch setzt er sich ebenso wenig Grenzen wie damals die Monarchie in Mitteleuropa. So wechselt er zwischen Genres, wobei Rap als Hauptausdrucksmittel immer im Vordergrund steht. Seit 2018 ist Heinrich Himalaya als Solokünstler tätig und arbeitet aktuell generationsübergreifend und multilingual mit unterschiedlichen Künstlern zusammen. „Das notwendige Gegenstück zu Andreas Gabalier!“ - David Scheid

 

CHRISTINE HUEMER, HBLA für Kunstgewerbe in Linz, Lehramtsstudium für Hauptschulen in den Fächern Englisch und Textiles Werken, Werkstättenbetreuerin in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung, Heirat und Familiengründung, Geschäftsführende Sekretärin einer Privatschule. Selbstständigkeit als Kostümbildnerin seit 2016: Kostümbild für den Film "Heldenzeitreise" unter der Regie von Wolfram Paulus, Garderoberin beim Kurzfilm "Ausweg" unter der Regie von Peter Evers, Kostüm und Ausstattung für das Kinderstück "Misa denkt Fliegen" von Regina Picker. Für die ehemalige Staatsopern Profi-Balletttänzerin Helena Huber kreiert sie die Kostüme für ihre SchülerInnen-Vorstellungen. Christine lässt sich in ihrer Arbeit gerne von vorhandenen Materialien und Gegebenheiten inspirieren, um daraus neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

 

SIMON MAYER ist Performer, Tänzer, Choreograf und Musiker. Er wuchs in Andorf/OÖ auf, studierte an der Wiener Staatsopernballettschule, bei P.A.R.T.S. in Brüssel und war Mitglied des Wiener Staatsopernballetts. Simon war Teil der Heavy Metal Band C.O.P. und gründete 2009 seine Band Rising halfmoon. Er war er u.a. in Produktionen von Anne Teresa de Keersmaeker/Rosas, Wim Vandekeybus und Zita Swoon zu sehen. Sein choreografisches Repertoire wird international aufgeführt (Monkeymind, SunBengSitting, Sons of Sissy, Oh Magic etc.) 2017 erhielt er den outstanding artist award des Bundeskanzleramts Österreich und 2018 den Anerkennungspreis des Landes Oberösterreich. Er unterrichtet community dance, zeitgenössischen und traditionellen Tanz (ImPulsTanz, steirischer herbst und andere internationale Festivals) und ist Gastdozent an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Simon ist es wichtig, Freude am Tanzen zu vermitteln und das Einende in den Vordergrund zu stellen.

 

RALPH MOTHWURF ist Komponist und Musiker und studierte Komposition in Wien und Linz. Gemeinsam mit Yasmin Hafedh und Tobias Vedovelli gründete er 2014 das Musikprojekt „Yasmo und die Klangkantine“, mit dem er zur Zeit für zwei AmadeusAwards nominiert ist ("Songwriter des Jahres","FM4Award"). Mit dem „Ralph Mothwurf Orchestra“ hat er aktuell ein weiteres Projekt ins Leben gerufen, das von seinem undogmatischen Zugang zur zeitgenössischen Musik sowohl auf kompositorischer Ebene wie auch in der Produktion zeugt. Basierend auf der Auseinandersetzung mit volkstümlichen Kunstformen wird sich Ralph Mothwurf im Zuge des Workshops mit der Verschmelzung von Volksmusik und aktuellen Musikformen auseinandersetzen

 

ULLI WEISH ist Medienwissenschaftlerin, Aktivistin und Patchworkerin an den Schnittstellen von Erwachsenbildung, Sozialforschung und Medienberufen. Sie hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Neuere Geschichte studiert und ist Lehrbeauftragte des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und am Institut für Sozialantropologie im Bereich Gender Studies an der Universität Wien. Außerdem ist sie seit Juni 2017 Geschäftsführerin für Orange 94.0. Mit Christa Reitermayr und Lale Rodgarkia-Dara gestaltet sie seit 2019 eine Sendung namens Dirdnlbrand - subversives Handarbeiten im öffentlichen Raum: https://o94.at/programm/sendereihen/id/1611590/sendungen

 



Die Teilnahme ist kostenlos!